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Frauenmaske

Geschichtliches

Die Mehrheit der mittelalterlichen Bevölkerung lebte in relativer Armut.

Wer auf dem Lande keine Arbeit fand, wanderte in die Städte. Den wenigsten gelang es, ein Geselle im Handwerk zu werden. Wer auch keine Tagelöhnerarbeit fand, wurde sozusagen ein Gelicht. Frauen trafen die Umstände besonders hart, so dass es keine Seltenheit war, dass jede 5. – 6. Frau einer Stadt ihren Unterhalt in der Prostitution verdiente. In Venedig soll nur jede 10. Frau betroffen gewesen sein.

Vermutung

Ich vermute, dass diese Maske eigentlich eine soziale Massnahme darstellt. Wenn man allen einschlägigen Frauen eine Gesichtsmaske verordnete, so freiten die Männer nicht mehr die Jugendlichkeit einer Frau, sondern verstärkt deren Körperform. Damit wäre es auch älteren Frauen möglich, ihre Nahrung ausserhalb der damals bereits existierenden Armenspeisung Venedigs zu erarbeiten. Die Republik Venedig sparte so gesehen Geld im Sozialbereich ein.

Aussehen der Muta

Diese Frauenmaske war mit schwarzem Samt überzogen und hat einen Knopf, der mit den Lippen festgehalten wurde. Das ermöglichte, falls man sich das noch leisten konnte, ein schnelles Abnehmen der Frauenmaske, um den Kunden auch anzulächeln. Muta bedeutet so viel wie stumm, den wer mit der Maske sprechen wollte, verlor sein Gesicht.

Typ 26 Nr.047

Herstellung

Aus Pappe waren die Masken Venedigs im Mittelalter alle nicht. Es gab weder Papierfabriken oder Lumpenmühlen und mit der Erfindung des Buchdruckes, so sagen manche, sei das Mittelalter zu Ende gegangen.
Auf welchen Material diese Masken wirklich gefertigt waren, ist mir unbekannt.

 

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