Wir sprechen über Homosexualität und männliche Prostitution in Venedig. Sodomie bedeutet widernatürliche Unzucht und wurde üblicherweise in Venedig mit Erhängen und anschliessendem Verbrennen des Kadavers auf dem Scheiterhaufen bestraft.
Geld haben bedeutet auch heute noch, einige Freiheiten mehr zu haben als andere. So konnte sich der Bedürftige eine 2. Kleidung mit passender Maske dazu leisten und galt dann als Signora Maschera. Er spielte dann ganz ungestraft die Rolle, unter welcher er dann unerhörte Dinge tun durfte.
Wenn man bedenkt, dass sich nur sehr reiche Menschen eine zweite Kleidung leisten konnten, wird der Unterschied deutlich.
Diese Verkleidung als Amme ist wahrscheinlich aus dem Karneval gekommen und ist in ihrer Funktion umgenutzt worden. Straffrei konnte so ein Mann einem andern Mann seinen Leib anbieten, wenn er so verkleidet durch Venedig schlenderte. Der Gnagaträger wurde oft von als kleine Kinder verkleideten Männern begleitet. Der Mund der Maske war ausgespart, so dass der Träger den ganzen Tag mit Obszönitäten provozieren konnte. Da er in einem katzenähnlichen Geheule sprach, entstand der Name der Maske „gnau“ aus Miauen.