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Pestilenzmaske

Beobachtungen

Pestilenzen nannte man alle großen Pandemien im Mittelalter.

Als gute Beobachter erkannten die Ärzte, dass übler Geruch mit Feuchte einherging und meistens Krankheit anzeigte, wie zum Beispiel beim Wundbrand.

Wohlgeruch und wohlriechende Kräuter dagegen verhiessen Gesundheit und Heilung.

Der Gedanke, dass Krankheiten aus dem Erdinneren kamen, auf Feuchte beruhten und gottgewollte Strafen waren, drängte sich auf.

Lösungen

Der Weg zu einer üble Ausdünstungen neutralisierenden Maske, welche den Wohlgeruch in Form von Kräutern im Inneren beherbergte, scheint vorgezeichnet.

Die Maske musste lediglich jegliche Fremdluft ausschliessen und dafür sorgen, dass genug Atemluft durch das Kräuterpaket in das Innere der Maske gezogen wurde.

So entstanden die Arztmasken, welchen eine Erfolgsgeschichte bis in das 18. Jh. beschieden war. Gestopft wurden die Masken mit einer variierenden Vielzahl an Kräutern.

Da es sich um ein europäisches Thema handelt, war die Füllung regional und auch von der Jahreszeit abhängig.

Aus den Anfangszeiten der Masken ist mir bisher lediglich eine Kräuterbefüllung bekannt.

In späteren Ausführungen der Maske sollen aufbereitete Baumpilze als Trägerstoff und ätherische Öle als Befüllung zur Anwendung gekommen sein.

 Typ 4  Nr.135

Heutige Sicht des Nutzens

Diese Masken boten dem Arzt einen 3 - fachen Schutz.

Mentaler Schutz

Wohlriechende Stoffe haben eine positive Wirkung vor allem in der Umgebung, wo der Tod und die Fäulnis geradezu zu riechen waren wie in den Siechhütten der Kranken.

Filter

Keimhaltige Tröpfchen in der Atemluft bleiben in dem Filter aus Kräutern hängen. Diese gelangen dann nicht in die gefährdete Lunge des Arztes.

Keimtötende Stoffe

Gestopft wurden die Masken mit einer variierenden Vielzahl an Kräutern.

Da es sich um ein europäisches Thema handelt, war die Füllung regional und auch von der Jahreszeit abhängig.

Bekannt sind mir bisher lediglich Zimt, Myrrhe und Thymian. Dies Kräuter haben alles antibakterielle Eigenschaften. Manche Leute behaupten, es wurde auch Wein in die Maske zum Einsatz gebracht. Ich vermute jedoch den Eisatz von verdünntem Essig. All diese Mittel sind erwiesener Maßen keimtötend.

Ein Einschmieren der Maske mit Kalk wie manche Leute behaupten ist sehr Fraglich, da Kalkstaub unangenem in den Augen brennen könnte.
 

Hilferuf

Wenn jemand etwas mehr über dieses Thema weiß, bitte ich ihn sich mit mir in Verbindung zu setzen.

Mich interessiert auch, ob Baumpilze in den Masken als Träger für Öle verwendet wurden.


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