Im Kampf der Religionen untereinander setzte sich Rom auch mit Integrationslösungen von Teilen des Brauchtums anderer Glaubensrichtungen durch. Nicht nur das Frühlingsfest der Slawen wurde zu einem christlichen Osterfest umgeformt. Auch wurden Masken und Mythen der unterjochten Völker bei Festen erfolgreich eingesetzt. Nur waren die Masken dann natürich in einem anderen Zusammenhang gestellt. Die katholische Kirche zeichnete sich Jahrhunderte lang für ihre untermalende oder auch bildliche Darstellung des sogenannten Heilsgeschehens aus. Gut verständliche Darstellungen für ein damals kaum lesen könnendes Volk findet man in jeder katholischen Kirche. Eine Perfekte Inszenierungen von kirchlichen Legenden erlebt man noch heute auf Kirchenfeiertagen.
Das Schwein, das dreckige Schwein war der verehrte Muttergott der Slawen. Wenig bekannt ist, dass das Schwein bei tiergerechter Haltung ein sehr reinliches Lebewesen ist. Neben der Defamierung eines Tiers sollen sogar griechische Sagen umgeschrieben worden sein, damit die Helden darin nicht mehr von Schweinen gesäugt würden. Im Mittelalter finden wir das Schwein sogar als Schandmaske zur Kennzeichnung des schweinischen Lebenswandel der vorgeführten Menschen wieder. So etwas ist Rufmord an einem Tier zum Nutzen einer Glaubensgruppierung.
Ein weiters Beispiel für derartiges Tun ist die Kreatur Rabe. Dazu finden Sie etwas in Thema Schamanismus beschrieben.
Zum Thema Kirche und ihen Masken sind Bilder vom Fest des heiligen Antonius auf dieser Webseite zu finden.