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Küchenmasken

Es ist überliefert, dass bei der Gewinnung von Nahrungsmitteln für bestimmte Arbeitsgänge in der Küche oder auch auf freiem Felde Masken eingesetzt wurden. Dies ist bis in das letzte Jahrhundert hinein belegt und wird in der heutigen Zeit von anderen Arbeitsschutzmasken weitergeführt.

Frauenmaske  

Süßes war schon im Mittelalter begehrt. In Europa gewann man Ahornsirup. Der Saft wurde aus transporttechnischen Gründen gleich vor Ort auf einer Lichtung verarbeitet. Das Eindicken war offensichtlich eine unangenehme Frauenarbeit. Denn wenn der Sirup zu sieden beginnt, kommt es vor, dass heiße Spritzer Hände und das Gesicht verbrennen.

Die Lösung für das Gesicht war eine Küchenmaske. Vom Aussehen war es fast eine Pestmaske, nur dass der Schnabel unten wie ein Rohr offen war. In die Röhre wurde Schafswolle hineingestopft, was  die heißen Tropfen abfing und genügend Luft hindurchließ um zu atmen. Ähnliche Schutzmasken wurden in der Zuckerindustrie zum Rühren der Melasse noch im 20 Jh. eingesetzt und waren wahrscheinlich auch beim Marmelade einkochen im Mittelalter  sehr beliebt. 

Hexenmaske

Typ 11 Nr.054Es gibt die Vermutung, dass die Legende von den Brockenhexen lediglich auf den Umstand zurückgeht, dass der Brocken voller Ahorn gestanden hätte. So hätten die Frauen alljährlich in der Zeit der größten Saftfülle die Bäume  angebohrt. Aus transporttechnischen Gründen hat man dann den Saft natürlich vor Ort auf einem Platz eingedickt. Das tat man natürlich laut gesundem Menschenverstand mit der entsprechenden Schutzmaske.

So können Legenden entstehen wie die vom Hexentanzplatz. Später hätte man die wirklichen Hintergründe der maskentragenden Frauen vergessen, weil es andere Möglichkeiten der Zuckergewinnung gab. So tanzen nun die Hexen auf dem Brocken. Zu der Hypothese fehlt mir leider noch ein schriftlicher Beweis für den ehemaligen hohen Ahornbestand auf dem Berg der Brocken genannt wird. Die Zeit der Sonnenwende könnte hingegen zeitnahe mit der höchsten Saftfülle im Ahornbaum sein.

 

Feldarbeitsmasken

Auch war es in der Umgebung von Bächen üblich bei der Heuernte dem Ku-Klux-Klan ähnliche   Masken zu tragen. Diese Stoffmasken wurden, damit die Plagegeister nicht durchstachen, mit Leim versteift. Einfach nur um den aufgescheuchten stechwütigen Insekten weniger Angriffsfläche zu liefern, maskierte man sich freiwillig. Solches hörte ich von einem Zeitzeugen, welcher im Raum Thale in Sachsen - Anhalt geboren wurde.

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